Es war einmal …

So beginnen ja meistens die Märchen, die wir kennen. Bei uns vom TVP - Zeltlager ist das ähnlich. Deswegen beginnt unsere Geschichte so:

Es war einmal... wie jedes Jahr. Genauer gesagt am 27. Juli 2016. Einen Tag vor den Sommerferien packten die Betreuer Marit Skupnik, Anke Thieltges, Nele Beier, Elke Wittemann, Rebekka Weis, Lukas Weis, Maxi Baader, Jan Schiefer, Jule Baumann,Timo Bödefeld und Christopher Rohrbacher ihren Kleinbus,

um in das unbedeutende Dorf Lemberg im Provinzbereich Pirmasens die Philippsburger Lebensart zu bringen. Schwer beladen mit allem, was man braucht, um 43  Kinder/Teilnehmer*innen auf ihren zehn Tagen Abenteuer zu unterstützen.

Der nächste Morgen brach an und alle waren aufgeregt und gespannt. Bei der Abfahrt der Kinder vor dem Pfinzbad in Philippsburg, verabschiedeten sich Eltern von ihren Liebsten, manche mit Tränen in den Augen wegen der ersten Trennung, andere froh, endlich einmal zehn ruhige Tage zu haben. Aufregend ist die Fahrt schon immer, viele Teilnehmer*innen kennen sich schon lange.

Auf dem Jugendzeltplatz des SV Lemberg angekommen begannen sogleich die Vorbereitungen. Es wurde eine ganze Zeltstadt errichtet. Ein Aufenthaltszelt, sieben Rechteckzelte, fünf kleinere Zelte und ein Mini-Zelt. Natürlich musste noch allerlei getan werden: Heringe wurden in den Boden gehämmert, Zeltstangen gestellt und Planen gespannt. Bei diesem großen Unternehmen war die Unterstützung von Dieter Maier und Meinrad  Herr ein Segen für die Betreuer.

Bis die Kinder kamen, war nicht mehr so viel Zeit. Der Endspurt bestand aus vielen Kleinigkeiten: Programmtafeln aufhängen, Wäscheleinen spannen, Biergarnituren  stellen, Feuerstelle ausheben, Holz machen und vieles mehr. All diese Dinge hatte Lagerleiter Kevin Maier im Hinterkopf und war der Garant, dass alles reibungslos funktionierte.

Es wurde gerätselt, was in den nächsten Tagen alles passieren würde. Würden wieder die gleichen Spiele gespielt werden - und wer liegt mit wem im Zelt.

Endlich angekommen waren auch alle Betreuer komplett. Liv Daubermann und Julia Neidig haben die Kinder mit dem Bus begleitet. Als dann „endlich“ angekommen, wurde sogleich alles bestaunt. Ein Fussballplatz genau neben unserem Platz?! Dürfen wir da drauf? Wahnsinn, kicken bis zum Umfallen!

Aber zuerst natürlich das Wichtigste: wo schlafe ich? Manche rennend, andere schlurfend, haben sich die Kinder auf ihre Zelte verteilt und, um die Schlafplätze auch wirklich nutzen zu können, wurden Luftmatratzen im Akkord aufgepumpt.

Nachdem sich alle häuslich eingerichtet hatten, wurden schon die ersten Bälle geschossen und die Süßigkeiten von zu Hause ausgepackt.

Natürlich war nach der ganzen Aufregung der Appetitt auch ein wenig größer. Ein Glück hatten wir unser sagenhaftes Küchenduo Manuela Heil und Andrea Danner dabei, das uns im Laufe der zehn Tage mit den köstlichsten Speisen versorgte. Den Anfang machte eine köstliche Kartoffelsuppe mit Würstchen, es folgten aber auch Tortellinis mit Sahnesoße, Fleisch vom Grill, Spaghetti Bolognese, Philipps-Burger und jeden Tag frische Salate!

 

Der erste Tag neigte sich damit auch schon dem Ende zu. Abends wurde sich bei Eisbrecherspielen näher gekommen und als es langsam dunkel und kalt wurde, entzündeten Lea Danner und Emanuel Immel unser Lagerfeuer, welches die ganze Zeit über brennen sollte. Nach Programmende wurde noch die Nachtwache bekannt gegeben. Wozu? Zum Bewachen von wichtigen Dingen, wie unserer Lagerfahne oder des Besteckkastens.

 

In den nächsten Tagen wurden die Teilnehmer*innen ganz schön auf Trapp gehalten. Im angrenzenden Waldgebiet fanden Geländespiele statt, die von allen ihr Maximum abverlangten. Beim Schmuggeln von Erz, Silber und Gold legte Fionn Haag Rekordzeiten auf den Waldboden. Oder während unseres Indianer-Projektes, bei dem in Windeseile überall Tipis aus dem Waldboden schossen.

Bei der Nachtwanderung wurde es mitunter sogar unheimlich und manch einer brauchte eine starke Hand zum festhalten. Anders ging es bei einem neuen Nachtgeländespiel her, bei dem sich die Ältesten der Teilnehmer*innen in Sachen Taktik und Nervenstärke beweisen mussten.

Höchstleistungen waren aber auch bei unserer alljährlichen Lagerolympiade (kurz LaOl) gefragt. Mit den sportlichen Aufgaben Baumstammweitwurf, Teppichfliesen Rennen, Tischtennisball hochhalten, Seilspringen und der hauseigenen Königsdisziplin: Wasserspucken. (Rekord: Kevin Maier 5,1 Liter)

Aber es war nicht immer so anstrengend. Enspannte Programmpunkte, wie der offene Spielemittag, bei dem es einen richtigen „Mensch, ärgere dich nicht“-Wettstreit gab, verschafften genug Ausgleich zu den körperlichen Mühen. Beim Bastelmittag flogten selbstgebaute Raketen quer über den Platz. Raketeningenieur Markus Pahling tüfftelte lange an einem neuen Modell und dessen Flugeigenschaften, um seine Rakete vom letzten Jahr zu verbessern. Wie jedes Jahr wurden auch T-Shirts bemalt, Traumfänger geknüpft, Indiakas befüllt, Rasseln gewickelt und dieses Jahr, neu, Origami gefaltet. Ein absolutes Highlight für die „alten Hasen“ war auch dieses Jahr wieder der geliebte und gefürchtete „NoL“.

Ein Nachtorientierungslauf, bei dem sich die Teilnehmer*innen nur mit einer Wanderkarte bewaffnet die Nacht um die Ohren laufen. Als Belohnung für eisernes marschieren winkte ihnen das Ausschlafen am nächsten Tag. Denn meist wurde der wohltuende Schlaf unterbrochen von einem fröhlichem „Guten  Morgen, aufstehen“, und an jedem zweiten Tag kommt sogar noch das Wort: „Frühsport“  dazu. Aber mit dem exzelenten Frühstück danach beginnt der Tag auch damit positiv.

Nach so vielen, tollen und spannenden Aktionen, wurde es auch Zeit für den Zeltlager – Ausflug. Dieses Jahr stürmten die Teilnehmer*innen und Betreuer*innen das „Dynamikum“ in Pirmasens, ein Mitmachmuseum der Extraklasse, das ein Luftkissenfahrrad, „Wer hat den schnellsten Schuss“ und allerlei Rätsel zum knacken für die Teilnehmer*innen bereit hielt.

Leider verfliegt die Zeit im TVP-Zeltlager immer viel zu schnell und so wurde der letzte Abend eingläutet. Es wurden „Philipps-Burger“ serviert und nach dem der Hunger gestillt war, hielt es niemanden mehr auf seinen Plätzen, denn es wurden die Neubetreuer Lukas, Jule, Nele, Liv und Julia nach alter Sitte getauft. Der letzte Abend entwickelte sich in den späternen Stunden noch zu einer Party, die mit verschiedenen Cocktails, lauter Musik und toller Stimmung ihresgleichen sucht. Als letzten Akt wurde wie jedes Jahr wieder alles verstaut, geschrubbt, gereinigt, gefaltet, abgebaut und verladen. Die zehn Tage waren vorbei und mach einer fragt sich bis heute noch – „Wo sind die zehn Tage nur hin?“

Es endete dort, wo alles begann, am Pfinzbad, wo sehnsüchtige Eltern ihre erschöpften und müden Kinder an sich drückten.

 

-ENDE-

 Nun war 2016 auch das letzte Jahr  für Kevin Maier als Lagerleiter, der nach vielen Jahren des Organisierens nun einen Platz in unserer Lagerküche beansprucht.

 

Vielen Dank!

 

Ein großes Dankeschön auch an alle Freunde und Gönner des Turnvereins, die mit Geld und Sachspenden die ehrenamtliche Arbeit der Betreuer*innen bereichern und erleichetern! Auch ein Dankeschön an Steffen Kerb, der es sich als langjähriger Betreuer auch dieses Jahr nicht hat nehmen lassen,  vorbei zu schauen und in der kurzen Zeit mit angepackt hat. ´

 

C. Rohrbacher